Versorgungssicherung nach Produktionsverlagerung in unternehmenseigenes Werk

Nach Verlagerungen von Produktionsbereichen werden häufig Überraschungen sichtbar, die in dieser Art und Intensität keine relevante Rolle berücksichtigt hat. Alle Aspekte im Vorhinein zu erkennen, ist aus unserer Sicht gar nicht möglich, sodass eine Reaktion auf Performance-Verluste im Produktionsumfeld eine dauerhafte Disziplin sein wird.

Der vorliegende Fall war ein Paradebeispiel, dass eine Verlagerung eines Produktionsbereiches nicht funktioniert, wenn man 1:1 Organisation, Anlagentechnik, Systemanbindung und Mitarbeiterrollen kopiert. Die Gegebenheiten vor Ort und die spezifische Zusammensetzung der Produktionsaufgaben zeigen immer auch proprietäre Herausforderungen, die eventuell mit den Erfahrungen am Stammwerk gar nicht zu negativen Auswirkungen geführt hätten, am neuen Standort allerdings bis zum Stillstand der Produktion führen können. Um dann Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, sind methodisch transparente aber dennoch pragmatische Vorgehensweisen erforderlich, um sowohl Output zu steigern und Qualitätsansprüche sicher in die Produkte einfließen lassen zu können. Aus unserer Sicht ergeben dann standortspezifische Wege auch Chancen, auf Basis welcher das gesamte Unternehmen auch wieder profitieren kann.

Steckbrief

Unternehmensgröße

Standort

Tschechische Republik

Zeitraum

2 Jahre

Branche

Anteil Einzelleistungen

Reaktive Situationsstabilisierung
Ganzheitliche Konzepterstellung
Risikoanalyse Produktionsperformance

Herausforderung

Stückzahlpeak in 2 Monaten kann auf Basis der aktuellen KPIs nicht bedient werden

Anlauf eines weiteren Derivates in 7 Monaten kann im Hinblick auf das Mengengerüst nicht abgebildet werden

Prozesskettenausschuss bei Tier 1 > 35%

Hauptbeitragsleister für Nacharbeitsminuten im Kundenwerk Ø 3000 min/Monat

Aktuelle Versorgung kann nur mittels Sonderfahrten aufrecht erhalten werden

Versorgung der CKD-Werke nur mittels Luftfracht möglich

Vorgehensweise

Installation Q-Gates

Installation Shopfloor-Walk

Etablierung einer Foam-Nacharbeitsfläche

Installation 1-Piece-Flow und Reduzierung Teilehandling

Aufbau Engpasssteuerung Tier-2

Installation eines Regelkreises zur Identifikation von Q-Problemen und Ableitung sowie Tracking von Abstellmaßnahmen

Schulung der Werker und Standardisierung von Abläufen und Arbeitsplätzen

Ergebnisse

Steigerung der täglichen Ausbringung um ca. 22%

Reduzierung des Prozesskettenausschuss auf 14%

Anlauf des weiteren Derivates abgesichert

Reduzierung der Nacharbeitsminuten im Kundenwerk auf Ø 400 min/Monat

Eliminierung der benötigten Sonderfahrten und Versorgung mittels Regeltransport

Eliminierung des Rückstandes gegenüber den CKD-Werken und Versorgung per Seefracht

Das Projekt im Detail

Projekt-Highlights

Innovative technologische Prozesskette

Lieferkette über mehrere Kontinente

Schnelles Aufdecken der wesentlichen Störfaktoren

Priorisierung Belieferung in zeitweiser Mangelversorgung

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